Schwedischer Apfelkuchen! Oder Midsommar trifft auf Altweibersommer. Ich trau es mir ja gar nicht, all zu laut zu sagen. Und ja, der eine oder andere Bewohner einer Dachgeschosswohnung wird mich für verrückt halten. Doch irgendwie herbstelt es schon ein bissi. So ganz zeitig in der früh und spät abends liegt manchmal schon ein bisschen Tau am Rasen und es wird früher dunkel. Ja, was soll ich sagen – der Altweibersommer kündigt sich schon langsam an. Und ich liebe ihn! Es ist meine Jahreszeit!

Schwedischer ApfelkuchenUnd weil soeben noch Hochsommer – oder wie in Schweden Midsommar – war und sich ganz langsam der Altweibersommer ankündigt, möchte ich diesen gerne mit diesem Apfelkuchen begrüßen. Von meinem letzten Urlaub in Stockholm (der schon viel zu lange her ist) inspiriert, habe ich ihn mit ein wenig klassisch österreichischer Küche kombiniert und dabei ist mein schwedischer Apfelkuchen rausgekommen.

Schwedischer Apfelkuchen

Ich müsste lügen, wenn ich behaupte, ich hab den alleine kreiert. Moritz hat mir ein wenig geholfen. Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich den Kuchen mit ihm in der Trage gebacken habe. Und weil Moritz gerne wild vor sich hinstrampelt, hat sich die eine oder andere Mengenangabe eher nach ihn orientiert. Zum Glück hatte ich Stift und Zettel neben mir liegen, um alles genau festzuhalten. Hat er gut gemacht, wie ich finde!

In den Apfelkuchen sind außerdem die Äpfel aus dem Garten meiner Eltern gewandert. Der trägt immer so wahnsinnig viel, dass meine Mama gar nicht weiß, wohin damit. Nachdem sie schon auf Hochtouren Apfelmus, Apfelchips, Apfelkuchen, Apfelstrudel etc. macht, habe ich auch ein paar Äpfel abbekommen. Eventuell war das auch ein Mitgründer, weshalb es Apfelkuchen bei mir gibt.

Rezept Schwedischer Apfelkuchen

Zutaten

Zutaten für die Brösel

  • 200 g Mehl
  • 100 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/4 TL Kardamom

Zutaten für den Germteig

  • 300 g lauwarme Milch
  • 70 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 1 Würfel Germ
  • 1/4 TL Kardamom
  • 500 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb einer Zitrone

Fruchtfüllung

  • 1 kg Äpfel (geschält, entkernt, geviertelt)
  • 80 g Zucker
  • 400 ml Apfelsaft
  • 1 TL Kardamom
  • 3 EL Speisestärke
  • 250 g Preiselbeermarmelade

Anleitung

  • Zu Beginn die Brösel zubereiten. Dazu die Butter in kleine Stücke schneiden und mit den angeführten Zutaten verkneten. Anschließend die Masse in den Kühlschrank stellen.
  • Nun den Germteig zubereiten. Dazu Milch, Zucker, Butter und Germ gut verrühren. Danach Mehl, Ei, Salz und Zitronenschale unterrühren und alles zu einem homogenen Teig verrühren. Den sehr weichen Teig in eine große eingefettete ofenfeste Pfanne/Auflaufform geben und darin gut verteilen. (die Masse ist sehr weich - nicht wundern)
  • Backrohr auf 170°C Umluft vorheizen.
  • Nun die Fruchtfüllung zubereiten. Dazu die Äpfel in dünne Scheiben schneiden.
    80g Zucker in einem großen Topf karamelisieren lassen. Dann Apfelsaft und Kardasmom hinzufügen und aufkochen lassen. Danach die Äpfel hinzufügen und 10 Minuten kochen lassen. Stärke mit etwas Wasser glatt rühren und unterrühren. 3 Minuten einkochen lassen, dann vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
  • Nun die Preiselbeermarmelade am Teig verteilen. Dann die Apfelmasse darauf geben. Abschließend noch die Brösel darauf verteilen. Dann für 60 Minuten backen.
  • Den Kuchen könnt ihr, wenn ihr mögt, gleich warm genießen. Oder eben zuvor auskühlen lassen. Auch ein Kugerl Vanilleeis passt gut dazu.

So und wer nun Lust auf Schweden hat, hab ich hier ein paar Eindrücke. Ist schon ein wenig her, aber grad in Zeiten wie diesen, träume ich sehr gerne davon: klick.

Schwedischer Apfelkuchen