Ich gehöre nicht zu jener Sorte Menschen, die sich ganz ohne Plan einen Urlaubstag nehmen. Bei mir müssen Urlaubstage sinnvoll geplant, mit Reisen voll gepackt und Abenteuern gefüllt sein. Denn ein jeder andere Urlaubstag ist für mich ein verlorener Tag. Dachte ich…

Rhabarber-Tarte mit Buchweizen

Bis ich die letzten zwei Wochen einfach mal frei hatte. Ohne eine geplante Reise, einen vollen Terminkalender und ewig lange To Do Listen. Und ich bin an dem Punkt angekommen, an dem ich mich selbst frage warum ich das nicht schon längst mal gemacht habe. Ich habe mir Zeit für Dinge genommen, die ich sonst als nicht so wichtig erachte und vor mich herschiebe. Ich habe mir auch Zeit für mich selbst genommen. Einfach entspannen, meine Gedanken wandern lassen und sortieren. Es hat gut getan und war ein guter Tausch gegen eine weitere Reise.

Einen meiner freien Tage habe ich mit meiner besten Freundin verbracht. Vor zehn Jahren hätten wir den Tag noch mit einer Shopping Tour durch Wien verbracht die wir mit voll gepackten Einkaufs-Taschen beendet hätten. Und wir wären glücklich gewesen. Die Zeiten ändern sich und so begann die Planung mit dem Tag wohin wir wandern fahren würden. Schlussendlich sind in die Wachau gefahren, den Vogelbergsteig rauf gestiegen und haben abends unsere Bäuche bei einem Heuriger vollgeschlagen.

Und auch hier ist die Frage aufgekommen, warum wir das nicht viel öfter machen. Uns aus dem Hamsterrad losreißen und uns einfach mal nur mit Menschen die uns gut tun umgeben. Es sind oft so simple und naheliegende Dinge die Balsam für unsere Seele sind. Viel zu oft  Viel zu oft lasse ich mir von Energievampiren die Kraft rauben anstatt meine Reserven wieder zu füllen. Unbeschreiblich wie schnell man wieder Energie tankt, wenn man sich mit lieben Menschen umgibt. Die einen genau so nehmen wie man ist, mit denen man eine Ewigkeit schweigend nebeneinander gehen kann ohne das peinliche Stille entsteht. Die mit einem schöne Dinge teilen und nicht nur Ballast abladen. Mit denen man nach einer gefühlten Ewigkeit sofort wieder ans letzten Treffen anknüpfen kann.

Und warum ich die Gedanken zu meinem Rhabarber-Tarte mit Buchweizen Rezept schreibe? Einfach weil wir die genossen haben, als wir eine gefühlte Ewigkeit da oben gesessen sind, die Aussicht bewundert und den Moment genossen haben. Die Rhabarber-Tarte mit Buchweizen schmeckt natürlich auch super ohne die tolle Aussicht, aber es ist schon eine schöne Draufgabe.

Rezept Rhabarber-Tarte mit Buchweizen

Rhabarber-Tarte mit Buchweizen
 
mintnmelon by:
Zutaten
  • Für den Teig
  • 200 g Buchweizenmehl
  • 80 g Butter (kalt)
  • 1 Ei
  • 3 EL Milch
  • 1 Prise Salz
  • Für die Füllung
  • 400 ml Mandelmilch
  • 100 g Honig
  • 60 g Maisgrieß
  • Abrieb einer Zitrone
  • Mark 1 Vanilleschote
  • 4 Stangen Rhabarber
  • 400 ml Wasser
  • 1 kleine Tasse Himbeersirup
  • 80g Butter
  • 160g Topfen
  • Zum Garnieren
  • Mandelblättchen
  • gehackte Kürbiskerne
Anleitung
  1. Zu Beginn den Teig zubereiten. Dazu Buchweizenmehl in eine große Rührschüssel geben. Dann die kalte Butter in kleinen Stücken schneiden und dazu geben. Anschließend Ei, Milch und Salz dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Dann den Teig zu einer Kugel formen und im Kühlschrank für ca. 20-30 Minuten rasten lassen.
  3. Währenddessen das Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  4. Anschießend eine Tarteform einfetten, den Teig ausrollen und in die Tarteform legen und am Rand hochziehen. Mehrfach mit der Gabel einstechen und für 10 Minuten vorbacken.
  5. In der Zwischenzeit die Füllung und den Rhabarber vorbereiten. Dafür die Mandelmilch aufkochen und Honig, Maisgrieß, Zitronenschale und Vanillemark einrühren bis die Masse leicht eindickt. Dann zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
  6. Währenddessen die Rhabarberstangen putzen und in 3-4 gleich lange Stangen schneiden.
  7. Das Wasser aufkochen, den Himbeersirup hinzufügen und die Stangen 3 Minuten darin weich kochen. Danach leicht lassen.
  8. Währenddessen die Butter zergehen lassen.
  9. Nun wieder die Maisgrieß-Masse holen und Butter und Topfen darin einrühren.
  10. Nun die Masse auf den vorgebackenem Tarte-Boden verteilen.
  11. Die Rhabarberstangen passend zu schneiden und leicht in die Masse drücken. Wie ihr die Rhabarberstangen verteilt bleibt ganz euch überlassen 🙂
  12. Die Tarte nun für 30 Minuten backen.
  13. Wenn der Hunger noch nicht zu groß ist, empfehle ich euch die Tarte noch 3-4 Stunden oder besser sogar über Nacht durchziehen zu lassen damit die Grießfüllung fest wird. Vor dem Servieren mit Mandelblättchen und gehackte Kürbiskerne garnieren.

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Saftiger versunkenen Rhabarber Kuchen

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Rhabarber Tarte