So wie die Ostpinze zu Ostern gehört, darf zu Allerheiligen kein Striezel auf dem Tisch fehlen. Deshalb möchte ich euch heute mal wieder meinen Allerheiligenstriezel mit euch teilen. Ganz einfach für euch zum Nachbacken.

Allerheiligenstriezel

Genauer genommen habe ich zwei Lieblingsrezepte für meinen Allerheiligenstriezel. Jene, die mir schon länger folgen, können sich vielleicht noch an eines der beiden Rezept erinnern. Eines der beiden habe ich schon vor zwei Jahren hier mit euch geteilt. Das tolle bei dem Striezel braucht ihr keine Marmelade mehr drauf streichen – die ist nämlich schon im Striezel drinnen. Heute teile ich mein ganz klassisches und vor allem auch schnelles Striezelrezept mit euch. Ja gut, der Begriff „schnell“ ist bei Germteig immer relativ. Schnell bedeutet in dem Fall bei mir, dass die aktiven Schritte, wo ihr etwas machen müsst, wenige unkomplizierte und schnelle Handgriffe sind. Ums Warten und die Zeit zum Aufgehen kommen wir beim Germteig nicht herum. Aber das ist ist auch okay so. 

Doch woher kommt das Brauchtum um den Allerheiligenstriezel eigentlich? Der Allerheiligenstriezel zählt wohl zu den bekanntesten Brauchtumsgebäcken in Österreich. Der Allerheiligenstriezel galt früher als Armenbrot. Er wurde zu Allerheiligen und Allerseelen stellvertretend für die Verstorbenen an Kinder und Arme verteilt, mit dem Auftrag für die Toten zu beten.

In manchen Gegenden wurden dieser auch auf Gräber gelegt. Der Striezel sollte so als Verpflegung für die Verstorbene dienen, die in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen auf die Welt zurückkehren. 
 

Zutaten

  • 50 g weiche Butter
  • 300 g lauwarme Milch
  • 40 g Zucker
  • 1/2 Würfel Germ
  • 550 g Weizenmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 handvoll Hagelzucker

Anleitung

  • Milch, Zucker, Butter und Germ in eine Rührschüssel geben und für ca. 3 Minuten verkneten. 
    Mehl und Salz hinzugeben und für weitere 5 Minuten kneten. 
  • Dann den fertigen Teig in eine große Schüssel geben, die ihr zuvor leicht eingefettet habt. Nun mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen (bis sich das Volumen verdoppelt hat).
  • Anschließend den Teig in 3 Stücke teilen und jedes Stück zu einem Strang rollen. Die 3 Stränge am Ende zusammenfügen und miteinander verflechten. 
  • Danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Den Zopf wieder mit dem Geschirrtuch abdecken und nochmal für 30 Minuten gehen lassen. 
  • Das Backrohr auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Den Striezel mit einem verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. 
    Nun für 30 Minuten backen. 
  • Ich gebe gerne bei meinem Kombigerät etwas Dampf dazu, wenn ich mit Germteig backe. Ihr könnt aber auch einfach ein feuerfestes Schälchen mit Wasser mit ins Backrohr stellen.